Segeln mit der Fledermaus

Teil 2 – das IJsselmeer 08. – 16.07.2025

Ich bin noch den 2. Teil „Segeln mit der Fledermaus“ schuldig.

Nachdem wir den Waddenhaven bei Oudeschild auf Texel verlassen haben, geht es bei bestem Wetter über Kornwederzand nach Makkum. Dort bleiben wir, wie immer, im Buitenhaven. Wie in so vielen Häfen am IJsselmeer braucht man nicht mehr zum Hafenmeister zu laufen, sondern bezahlt seinen Liegeplatz über die App i.Marina. Auf der einen Seite einfacher, da man nicht auf die Öffnungszeiten des Hafenmeister-Büros angewiesen ist. Auf der anderen Seite auch ein wenig schade. So entfällt der oft sehr nette Schnack mit dem Hafenmeister.

Am nächsten Tag geht es weiter nach Medemblik. Wie immer legen wir uns in den Middenhaven, der zu den 4 Stadthafen von Medemblik zählt. Auch hier bezahlt man inzwischen mit i-Marina.

Wir nutzen am nächsten Tag den guten Wind und das gute Wetter und segeln weiter nach Enkhuizen. Hier legen wir uns in den Buitenhaven. Es ist Hauptsaison. Das erkennt man daran, das die Hafenmeisterin mit ihrem Elektroboot durch den Hafen kreist und uns einen Liegeplatz zuweist. Diesmal an der Ostseite. Hier liegt man längsseits. Nur an der Nordseite und bei den Fischerbooten gibt es ein paar Boxen.

Und es geht weiter. Wir segeln nach Lemmer, wollen wir doch die nächsten Tage Binnen durch Friesland segeln. Wir werden allerdings im westlichen Teil von Friesland bleiben.

An der Lemstersluis zahlt man inzwischen 7 Euro um in den Stadthaven zu gelangen. Als ich vor über 25 Jahren hier das erste Mal durchgefahren bin, kostete dies noch 2,50 Gulden. Eine ganz schöne Steigerung.

Wir bekommen, trotz Hauptsaison, noch einen Platz im Het Dok, dem Stadthafen von Lemmer. Beim letzten Besuch war hier kein Platz zu bekommen.

Hier bezahlt man seine Hafengebühr an 2 Automaten, die an den beiden Brücken stehen. Eine nette Hafenmeisterin kommt vorbei und kontrolliert, ob man bezahlt hat.

Schon am nächsten Tag geht es weiter. Während auf dem IJsselmeer ein schöner Segelwind die Schiffe voran treibt muss bei uns der Diesel her halten. Auf dem Prinses Magriet Canal kann man nicht immer segeln. Da muss der Wind schon passen.

Am nördlichen Ende des Groote Brekken biegen wir nach links ins Brandemeer ab. Und wundern uns über die Tiefenanzeige. Bereits in der Zufahrt wird die angegebene Tiefe von 2 – 2.20m deutlich unterschritten. Bis auf 1.50 m pendelt sich der Tiefenmesser ein. Für uns kein Problem. Hat die Fledermaus doch nur 1.30 m Tiefgang.

Am nördlichen Ende des Groote Brekken biegen wir nach links ins Brandemeer ab. Und wundern uns über die Tiefenanzeige. Bereits in der Zufahrt wird die angegebene Tiefe von 2 – 2.20m deutlich unterschritten. Bis auf 1.50 m pendelt sich der Tiefenmesser ein. Für uns kein Problem. Hat die Fledermaus doch nur 1.30 m Tiefgang.

Im Brandemeer ankern wir etwas abseits des Fahrwassers. Ist das toll. So mitten in der Natur. Kein anderes Schiff im Ankerfeld. Wir sind ganz alleine. Es kommen auch nicht viele Schiffe vorbei. Die meisten bleiben auf dem Prinses Magriet Canal.

So genießen wir die Ruhe. Einfach schön. Und auch günstig, Spart man hier doch die Hafengebühren. Die sind in den letzten Jahren ja doch stark gestiegen.

So eine Nacht vor Anker schont die Bordkasse.

Wir stellen erst am nächsten Tag durch eigenes Loten fest, das der Offset von 50 cm, der die Einbauhöhe des Tiefenmessers korrigiert, durch Tausch eines Bauteils verschwunden ist. Christoph trägt ihn wieder ein und schon haben wir einen 1/2 m mehr Wasser unter’m Kiel. Bzw. unter den Kielen. Die Fledermaus hat ja einen Kim- oder auch Tandem-Kiel.

Am nächsten Morgen gehen wir Ankerauf und fahren nach Sloten Hier finden wir einen netten Holländer, bei dem wir uns längsseits für 2 Stunden festmachen können.

Wir laufen durch den schönen Ort, finden ein nettes Café und auch eine gute Eisdiele. So genießen wir den Tag. Am frühen Nachmittag machen wir uns auf ins Slotermeer. Dort ankern wir wieder etwas abseits des Fahrwassers.

Wir nutzen das warme Wetter und springen ins Wasser. Sehr angenehm. Die Fledermaus hat zwar keine Badeplattform, dafür aber eine sehr lange und sehr stabile Leiter, die an der Süllkante eingehängt werden kann. Da ist ies selbst für mich möglich, ohne Probleme wieder an Bord zu kommen.

Wir bekommen Besuch von 2 Bekannten, die mit Ihrem kleinen Segelboot auf dem Weg in ihren Heimathafen Sloten kurz für ein Bier bei uns festmachen. Ein sehr nettes Pärchen.

Wir bekommen Besuch von 2 Bekannten, die mit Ihrem kleinen Segelboot auf dem Weg in ihren Heimathafen Sloten kurz für ein Bier bei uns festmachen. Ein sehr nettes Pärchen.

Unser Urlaub neigt sich dem Ende entgegen. Heute geht es schon zurück nach Workum in die Marina It Soal.

Die Fahrt durch Friesland war eine wirklich gute Idee. Und tagsüber die Stadt zu besuchen und nachts in einem der schönen Seen zu ankern ist wirklich empfehlenswert.

Es war ein schöner, entspannter Törn. Auch wenn wir unser Ziel, Ameland, nicht erreicht haben.

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