Corona – #stayathome

Geplant war ein langes WE mit Arbeiten am Schiff. Um es für die Segel-Saison, deren kompletter Ausfall nun immer wahrscheinlicher wird, fit zu machen.

Dann kam Corona. Zuerst nur in den Nachrichten, im Segeln-Forum und in den Social Medien. Auch auf der Arbeit kamen die ersten Informationen. Noch war ich der Meinung, mich und mein Vorhaben, nach Workum zum Schiff zu fahren, um dort die notwendigen Arbeiten auszuführen, betrifft das alles nicht.

Doch das änderte sich schnell! Aufmerksam verfolgte ich die Situation in den Niederlanden. Es erreichten mich die ersten Meldungen von Werften, die zwar den Betrieb aufrecht erhalten und alle beauftragen Arbeiten ausführen, aber die Eigner auffordern, nicht mehr zum Schiff zu kommen. In einigen Häfen wurde nur das Hafenkontor geschlossen und die Benutzung der Sanitärgebäude eingeschränkt. Die Eigner wurden gebeten, den geforderten Abstand zu Mitmenschen einzuhalten.

Immer noch war ich der Meinung, das ich es verantworten kann, zum Schiff zu fahren. Habe ich doch auf der Fahrt keinen Kontakt zu meinen Mitmenschen und auch bei den Arbeiten kann man den geforderten Sicherheitsabstand locker einhalten.

Ich las die ersten Facebook-Einträge von Eignern, die wissen wollten, ob sie noch zu ihrem Boot dürfen (oder sollen). Und die zum Teil sehr schroffen Antworten, warum sie den Ernst der Lage nicht erkennen. Natürlich auch die Einträge von Eignern, die zu ihrem Boot gefahren sind, um dort die notwendigen Arbeiten auszuführen. Und von einigen erfuhr man, das in ihren Häfen scheinbar alles seinen normalen Gang geht.

So schnell wie sich die Pandemie ausweitete, kamen die Nachrichten. Zuerst Italien, das seine Grenzen dicht macht, dann Spanien, Belgien, Polen und die USA. Auch in Deutschland wurden die ersten Bars, Clubs und Kneipen geschlossen. Wie Covit-19 breiteten sich die Maßnahmen aus. Es wurde von touristischen Reisen abgeraten, immer mehr mögliche Ansteckungsquellen wurden ausgeschaltet.

Mein Ansprechpartner am Schiff empfahl mir, nicht zum Schiff zu fahren. Die Werft hätte allen Eignern zum Schutz ihrer Mitarbeiter untersagt, auf das Werftgelände zu kommen. Inzwischen war ich im Homeoffice und über alle Social Medien wurde gefordert #stayathome.

Das war der Moment, an dem mir sehr bewusst wurde, Corona betrifft mich auch. Also ab in die selbst gewählte Quarantäne. Nichts mit Arbeiten am Schiff. Kein Antifouling streichen, der Krantermin wird verschoben. Irgendwie hoffe ich, das der Spuk nach ein paar Wochen vorbei ist und wir doch noch für ein paar Wochen die Saison genießen können.

Doch bis dahin bitte ich Euch, auch wenn Ihr nicht zur Risikogruppe gehört #stayathome und befolgt die von der Bundesregierung und den Ländern beschlossenen Maßnahmen. Bringt unsere Eltern und alle chronisch Kranken nicht dadurch in Gefahr, das unser Gesundheitssystem kollabiert.

Bleibt Zuhause und gesund.

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